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Geburtstag feiern und mehr... |
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Hier gibt es Geschichte zum Anfassen und Ausprobieren! Das Angebot richtet sich an Interessierte von 5 bis 99 Jahren (Kindergeburtstage, Familiennachmittage Vereinsveranstaltungen, Ferienspiele und Betriebsausflüge), die das mittelalterliche Kloster- und Alltagsleben in handwerklicher, spielerischer und kreativer Form erleben wollen.
Habt ihr nicht Lust, zum Beispiel Euren Geburtstag bei uns im Kloster zu feiern? Hier könnt Ihr eine richtig spannende Zeit verbringen, eine Menge selbst ausprobieren und interessante Dinge erfahren. Mit einer Führung geht es los: Dabei könnt Ihr Euch als Mönch verkleiden, übers Klostergelände laufen, uralte Gemäuer anschauen, und im Museum einiges über das beschwerliche Leben der Mönche im Mittelalter und zum Thema Eurer Wahl hören.
Bringt einfach Eure Freunde mit, etwas zu essen und zu trinken, eben alles, was zu einer richtigen Geburtstagsfeier dazugehört! Wie Ihr seht, gibt es eine Menge verschiedener Themen. Da fällt die Entscheidung ganz schön schwer, oder?
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Wichtig ist nur, dass Ihr Euch für ein Thema entscheidet:
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Schreiben wie im Mittelalter:
Wie die Mönche im Mittelalter schreibt Ihr mit Gänsekiel und rührt Farbe nach alten Rezepturen an. So könnt Ihr zum Beispiel Urkunden mit bunten Initialen gestalten. Oder wie wäre es mit einem Blick in alte Texte, die vor über 1000 Jahren im Kloster geschrieben wurden? Besonders spannend sind die medizinischen Rezepte aus dem Lorscher Arzneibuch. Mehr Infos findet Ihr unter der Rubrik: Schreiben.
Brotbacken wie im Mittelalter (Mai-September):
Nach einem alten Rezept knetet Ihr den Teig, formt ihn zu Fladen, Brötchen oder Brezeln und ab damit in den mittelalterlichen Backofen! Wenn Ihr den Ofen richtig gut angeheizt habt, dann bäckt alles ziemlich schnell. Jetzt nur noch die Brötchen auskühlen lassen, probieren wie es schmeckt - am besten natürlich mit selbst gemachter (Kräuter-) Butter. Mehr Infos findet Ihr unter der Rubrik: Brotbacken
Kräutergeheimnisse:
Das Lorscher Arzneibuch ist über 1200 Jahre alt und die darin überlieferten Rezepte sind teilweise sogar noch viel älter. Wie und woraus man im Mittelalter Medizin hergestellt hat, könnt Ihr bei uns erfahren. Ihr erkundet den Kräutergarten und lernt verschiedene Heilpflanzen kennen. Eine wichtige Zutat in fast allen mittelalterlichen Rezepten ist Honig: Die Klosterbienen stellen jedes Jahr mehrere Kilo davon her. Natürlich könnt Ihr einige Rezepturen auch selbst ausprobieren! Mehr Infos findet Ihr unter der Rubrik: „Bienen, Wachs und Kerzenziehen“ und unter „Was die Mönche noch wussten: Kräutergeheimnisse“.
Mittelalterlicher Schmuck:
Im Kloster Lorsch wurden außer Schmuckstücken aus Metall auch Reste von Metall- und Glasschmelztiegeln gefunden. Aus Metallfolie entstehen geprägte Schmuckscheiben, mit denen Ihr Haarspangen oder Broschen aus Leder verzieren könnt. Statt aus Glas stellt Ihr Eure bunten Millefiori-Perlen aus Fimo her.
Spielen wie im Mittelalter:
Am Anfang werden verschiedene mittelalterliche Spiele und Spielformen vorgestellt. Bei gutem Wetter könnt Ihr einige davon auch ausprobieren. Im Mittelpunkt steht dann die Herstellung eines Reisespiels im Lederbeutel. Zuerst stellt Ihr den Lederbeutel her, dann werden Spielsteine und Spielfeld selbst gestaltet.
Bunte Mosaike legen:
Aus kleinen bunten Gipssteinchen könnt Ihr alte Mosaike nachbilden oder neue Mosaike erfinden, legen, ausprobieren und dann natürlich auch auf einen Holzuntergrund aufkleben, so dass richtige Bilder entstehen.Mehr Infos findet Ihr unter der Rubrik: Baukunst.
Steinmetzen (Mai-September):
Mit Hammer, Meißel und Raspel gestaltet Ihr eigene Kapitelle, Säulen oder Ornamente, wie Ihr sie an der Königshalle oder am Rest der Kirche finden könnt, in Gasbeton. Mehr Infos findet Ihr unter der Rubrik: Baukunst.
Ornamentierte Bodenfliesen:
Genau wie die Handwerker im Mittelalter formt Ihr aus Ton eine Fliese. Zum Prägen der Muster entwerft Ihr eigene Stempel, die Ihr dann aus Holz und Moosgummi herstellen könnt. Leider können wir Eure Kunstwerke nicht brennen, dafür dürft Ihr sie aber gleich mit nach Hause nehmen.
Kerzenziehen:
Bei der Einführung geht es um den „Lorscher Bienensegen“, ein althochdeutsches Gedicht, in dem Bienen beschworen werden. Dabei erfahrt Ihr etwas über die große Bedeutung der Bienen und ihrer Produkte für die Menschen im Mittelalter. Dann werden Kerzen gezogen und passende Kerzenständer getöpfert. Mehr Infos findet Ihr unter der Rubrik: Bienen / Wachs / Kräuter.
Schnitzerei aus „Elfenbein“ (= Seife):
Zur Einführung gibt es einen Überblick, wozu Elfenbein im Mittelalter verarbeitet wurde und woher es stammt. Dann entstehen aus weißer Seife eigene kleine Kunstwerke. Als Vorlage dienen mittelalterliche Buchdeckel oder Spielfiguren. Zum Schnitzen werden Messer und weitere Bearbeiten kleine Werkzeuge verwendet.
Fibeln (Broschen) aus Zinn gießen (ab 10 Jahren):
Nach mittelalterlichen Vorbildern und eigenen Entwürfen stellt Ihr aus Zinn Schmuckstücke her. Dazu braucht Ihr erst einmal eine Gussform, die Ihr aus einem Gipsblock natürlich selbst herstellt. Die filigrane Arbeit mit kleinen Werkzeugen erfordert ein bisschen Fingerspitzengefühl und Geschick. Wenn das Metall geschmolzen und der Guss durchgeführt ist, dürft Ihr auf das Ergebnis gespannt sein.
„Ritter und Edelfrau“ (ab 11 Jahren):
Bei diesem Projekt ist im Moment nur die Edelfrau verfügbar! Stellvertretend wird eine junge Dame aus der Gruppe (zum Beispiel das Geburtstagskind) in ein authentisches mittelalterliches Frauengewand eingekleidet. So lernt Ihr die verschiedenen Teile der mittelalterlichen Kleidung kennen und erfahrt, wie aufwändig es war, eine Dame anzukleiden. Dabei werden viele interessante Informationen über das Leben der Frauen vermittelt. Danach werden wahlweise entweder Schmuck (Millefioriperlen) oder ein Lippenbalsam hergestellt.
Stammbaum und Wappen:
Nach einer Einführung in die Grundzüge der Heraldik entwerft Ihr Euer eigenes Wappen, das dann auf Elefantenhautpapier mit selbst hergestellten Mineralfarben gemalt wird. Mit Federkiel und Tinte werden die Namen der Vorfahren (Eltern und Großeltern) in den sich um das Wappen rankenden Stammbaum eingetragen.
„Abul Abbas – Das Geschenk“:
Wie bei 1001 Nacht sitzen alle auf Matratzen und lauschen der Geschichte: Karl der Große sendet seine Getreuen in den Orient zu Harun al Rashid, dem Kalifen von Bagdad. Immer wieder wird die Geschichte von kleinen Aktionen und Spielen unterbrochen. Erst am Ende wird klar, was es mit Abul Abbas, diesem Geschenk, das die Gefolgsleute Karls nach Europa mitbringen, eigentlich auf sich hat. Je nach Alter und Zeit wird Abul Abbas dann gemalt, getöpfert oder aus „Elfenbein“ geschnitzt.
Neu:
"Die Rätsellesenacht" Kinder lüften spannende Geheimnisse. Mehr Informationen gibt es hier. |
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Habt Ihr genug Zeit mitgebracht? Dann könnt Ihr in jedem Fall das Klostergelände erkunden, und zwar als
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Mönch für einen Tag...
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Zu Beginn einer Führung besteht die Möglichkeit, eine vereinfachte Kutte überzustreifen - nicht um sich zu kostümieren, sondern um zu erleben, wie durch dieses einfache Kleidungsstück plötzlich äußerliche Unterschiede aufgehoben werden, alle durch Kleider zum Ausdruck kommenden Signale auf einmal keine Rolle mehr spielen. Aber auch anderes kann man in einer so einfachen Kutte erleben: Das Kleidungsstück verhindert viele Bewegungen und es geht eine allen Kindern schnell zugängliche Würde davon aus.
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Das Gewand der Mönche (Habit, Kutte) im frühen Mittelalter ist ebenso wie die Tonsur ein äußerliches Zeichen der Demut vor Gott und den Menschen. Abgeleitet aus der Tracht antiker Landsklaven, hergestellt aus groben, festen Stoffen und in schmucklosen dunklen Tönen gefärbt, steht der Habit für das Selbstverständnis des Mönchs: Er ist ein Knecht Gottes, zu Gehorsam und Genügsamkeit verpflichtet. Er verzichtet bewußt auf die Annehmlichkeiten dieser Welt, auf schöne Kleider, die den Stand unterstreichen, auf Schmuck und modisches Auftreten, so wie er sein Leben eben nicht an den Verlockungen dieser Welt ausrichtet.
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Unsere Kutte ist einfacher als der Habit der Mönche - leichter und auch aus pflegeleichteren Materialien hergestellt. Die jungen Gäste erleben die Führung, auf Wunsch auch ihre Klosterrallye, in diesem fremdartigen Kleidungsstück, erkennen es wieder in Bildern und Modellen der klostergeschichtlichen Abteilung.
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