Bibliotheca Laureshamensis digital

Ziel der virtuellen Rekonstruktion der ehemaligen Lorscher Klosterbibliothek  Bibliotheca Laureshamensis war es, diese zusammenzuführen, damit wieder erstehen zu lassen und die intellektuellen Grundlagen des Klosters sicht- und erforschbar zu machen. Denn mit der Lorscher Bibliothek hatte man schon einhundert Jahre nach der Abteigründung in Lorsch nicht nur eine der bedeutendsten Klosterbibliotheken der Karolingerzeit geschaffen, sondern des gesamten Früh- und Hochmittelalters.

Mit dem Niedergang und schließlich der Auflösung des Klosters wurden die noch verbliebenen Bestände der schon zuvor dezimierten Bibliothek der Heidelberger Bibliotheca Palatina einverleibt. Von hier aus wurde sie als Kriegsbeute 1622/23 an Papst Gregor VV übergeben. Bis heute haben sich aus dieser Bibliothek insgesamt mehr etwa 330 Handschriften erhalten, die zwischen dem 4. und 15. Jahrhundert datieren und die verstreut sind auf 73 Bibliotheken in Europa und den USA.

Durch die Digitalisierung der verbliebenen Bestände wurde eine Syntheseleistung geschaffen, wie sie sich in keiner heute noch rekonstruierbaren Bibliothek des Mittelalters vergleichbar findet. Denn das Kloster Lorsch war eines der Zentren, in dem über alle späteren Brüche hinweg das Erbe der Antike durch Abschriften, Kommentare sowie Weiterbearbeitungen gesichert und zunehmend auch weiterentwickelt wurde.

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