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Vortrag über Georg Schaefer

20. April | 19:00 - 20:00

kostenfrei

Pionier der hessischen Kunstgeschichte

Eine Biographie aus dem 19. Jahrhundert
Vortrag über Leben und Werk des Pädagogen, Hofmeisters, Kunstsammlers und Professors

Vor 200 Jahre in Mainz geboren, 1908 in Darmstadt gestorben war Georg Schaefer Zeitzeuge wichtiger Stationen der Geschichte des 19. Jahrhunderts.

Aus einfachen bürgerlichen Verhältnissen stammend studierte er Sprachen und Geschichte, wurde Journalist und erlebte als stellvertretender Chefredakteur der Frankfurter Oberpostamtszeitung das Jahr 1848 in der Paulskirche. 1849 bis 1859 diente er Carl Anton Fürst zu Hohenzollern-Sigmaringen als Hofmeister, vor allem aber als Lehrer des Prinzen Karl, des späteren ersten Königs von Rumänien. Nach zehn Jahren als Privatgelehrter wurde Schaefer 1869 Gründungsordinarius für das Fach Kunstgeschichte an der reformierten Technischen Hochschule Darmstadt. Diese Position behielt er bis 1902. Als seine bedeutendsten wissenschaftlichen Leistungen gelten die Entdeckung der Steinbacher Basilika als Karolingerbau vor exakt 150 Jahren und die Initiative zur ersten großen Kunstdenkmälerinventarisation in Hessen. Schaefer war nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Sammler bedeutender Kunst, streitbarer Lobbyist für die Baudenkmalpflege und gut vernetzter Korrespondent. So bedeutende Zeitgenossen wie der Maler Philipp Veit, der Kunsthistoriker Wilhelm Bode, der Geigenvirtuose Otto Alexander Hohlfeld, der Mainzer Bischof Paul Leopold Haffner, der Konzilstheologe Christoph Moufang, aber auch der spätere erste deutsche Kaiser Wilhelm I. gehörten zu seinem engeren Bekanntenkreis.

Der Vortrag bemüht sich anhand bisher weitgehend unausgewerteter Quellen um ein möglichst vielteiliges Bild Georg Schaefers.

Anmeldeschluss: 18.4.
Preis: kostenfrei

Details

Datum:
20. April
Zeit:
19:00 - 20:00
Eintritt:
kostenfrei
Veranstaltungskategorien:
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