Handwerkskünste

Handwerkskünste im Mittelalter

„Von nützlichen, kurzweiligen und edlen Dingen“ – Handwerkskünste im Kloster Lorsch und im Freilichtlabor Lauresham

Den ganz normalen Alltag gab es im Kloster und in seinem grundherrschaftlichen Umfeld natürlich auch. Neben der Landwirtschaft wurden viele Handwerke ausgeübt, wie eine Fülle von Funden belegt: Töpfer, Schmiede, Glaser, Gärtner, Imker, Schreiner, Steinmetze und Kunsthandwerker  waren in Lorsch beschäftigt.
In unseren Angeboten zum mittelalterlichen Handwerk stellen wir eine ganze Reihe der im und um das Kloster ausgeübten Handwerke vor, die von den Teilnehmern selbst nacherlebt werden können.


Mit Brief und Siegel

Siegel gießen mit Bienenwachs

Mit einem Siegel wurden Urkunden rechtskräftig, also „besiegelt“. Zunächst waren die Siegel Königen und Kaisern, Kirchenfürsten und dem hohen Adel vorbehalten, später hatten dann auch Klöster, Städte und der niedere Adel eigene Siegel. Die Teilnehmer entwerfen ein eigenes Siegel, stellen nach diesem Entwurf einen Stempel her und prägen das vorbereitete Wachs.
Zum Abschluss wird das fertige Siegel dann an eine Urkunde angehängt, in die die Teilnehmer mit Gänsekiel und Tinte ihren Namen eingetragen haben.

Bei diesem 3 stündigen Angebot ist aus Zeitgründen KEINE Führung beinhaltet.

Empfohlene Altersstufen: Unter- Mittel- und Oberstufe (nur Kleingruppen bis 12 Personen)
Veranstaltungsort: Kloster (Museumszentrum)


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Kugeltopf und Tüllenkanne

Töpfern in der Aufbautechnik

Mittelalterliche Scherben und Gefäße aus Ton, sind für heutige Archäologen eine wichtige Informationsquelle: Sie zeigen nicht nur den sozialen Stand ihrer einstigen Besitzer an, sondern lassen auch Rückschlüsse auf damalige Handelswege zu. Da die Töpferwaren, anders als die meisten anderen Alltagsgegenstände, bereits früh wechselnden Moden unterworfen waren, liefern selbst Scherbenfunde heute wichtige Hinweise zur Datierung bei archäologischen Ausgrabungen. Es kann nach Herzenslust getont und verziert werden. Die Werkstücke können nicht gebrannt, dafür aber gleich mitgenommen werden!

Empfohlene Altersstufen: Kindergarten / Grundschule / Unter- und Mittelstufe
Veranstaltungsort: Kloster (Museumszentrum) oder Freilichtlabor Lauresham (Besucherinformationszentrum)


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Honig, Wachs und Bienensegen

Kerzenziehen mit Bienenwachs

Honig als Süßungs- und Heilmittel, aber auch das Bienenwachs spielten eine wichtige Rolle im Alltag und waren sehr kostbar. Kein Wunder, dass in der Beschwörungsformel des Lorscher Bienensegens die Bienen aufgefordert werden, sich einfangen zu lassen. Aus dem Wachs unserer eigenen Klosterbienen können die Teilnehmer selbst Kerzen ziehen und passend dazu einen kleinen Kerzenständer aus Ton formen.
Aus Bienenwachs entstanden nicht nur Kerzen, sondern auch Siegel für Urkunden.

Empfohlene Altersstufen: Kindergarten / Grundschule / Unter- und Mittelstufe
Veranstaltungsort: Kloster (Museumszentrum) oder Freilichtlabor Lauresham (Besucherinformationszentrum)


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Fibeln, Riemenzungen und Amulette

Zinngießen nach eigenen Entwürfen

Nach dem Vorbild mittelalterlicher Fibeln (Gewandspangen) und anderer Schmuckfunde gestaltet jeder Teilnehmer einen eigenen Entwurf, der als Gipsform ausgearbeitet wird, die als Gussform dient. Ob die Gussform gelungen ist, erweist sich beim Gießen. So entstehen kleine Kostbarkeiten aus Zinn zum Mitnehmen.

Bei diesem 3 stündigen Angebot ist aus Zeitgründen KEINE Führung beinhaltet.

Empfohlene Altersstufen: Unter-, Mittel- und Oberstufe, Erwachsene (nur Kleingruppen bis 12 Personen)
Veranstaltungsort: Kloster (Museumszentrum) oder Freilichtlabor Lauresham (Besucherinformationszentrum)

 


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Eine Zierde aus tausend Blüten

Millefiori-Perlen

Im Mittelalter war Schmuck aus Glasperlen sehr beliebt und verbreitet. Die Perlen zeugten vom Reichtum ihrer Besitzer, ob als Kette oder als Amulette ergänzten sie die Tracht. Nach deren Vorbild stellen die Teilnehmer optisch fast identische Perlen aus Fimo her.

Empfohlene Altersstufen: Grundschule / Unter- und Mittelstufe
Veranstaltungsort: Freilichtlabor Lauresham (Besucherinformationszentrum)

 


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Die Knochenschnitzerei

„Schnitzereien“ aus Knochenplättchen

Tierknochen waren im Mittelalter ein wichtiger Rohstoff: Im klösterlichen Bereich wurden aus Knochen geschnitzte Schreibgriffel verwendet, im Alltagsgebrauch waren vor allem Kämme, Nadeln, Würfel und Spielfiguren. Mit allerhand Werkzeug kann selbst Hand angelegt werden. So entstehen mit Geduld und Phantasie kleine Kunstwerke aus Knochenplättchen aus dem Mittelfußknochen des Rindes.

Empfohlene Altersstufen: Unter-, Mittel- und Oberstufe, Erwachsene (nur Kleingruppen bis 15 Personen)
Veranstaltungsort: Freilichtlabor Lauresham (Besucherinformationszentrum)

 


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