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Filzen, Färben, Weben

Textiles Handwerk im frühen Mittelalter

Hoch spezialisiert waren die Menschen, die in den Webhäusern mit der Verarbeitung von Wolle, Leinen und edleren Garnen beschäftigt waren. Vielfältig und faszinierend waren die Techniken, zur Herstellung unterschiedlichster Gewebe: Im Webhaus des Frühmittelalters webte man an sogenannten “Gewichtswebstühlen” große Stoffbahnen aus denen Kleidung geschneidert wurde.  Aber es gab auch Geräte für kleine Webereien:  Mit “Kamm” und “Brettchen” ließen sich aus gefärbter Wolle bunte Bänder, Borten und Gürtel fertigen. Das Färben von Wolle und anderem Fasern mit pflanzlichen Farbstoffen ist eine eigene Kunst. Im Färbergarten findet sich eine reiche Auswahl altbekannter Färbepflanzen.


Filzen und Färben

Bei einer Führung zu unseren alten Schafrassen erfährt man bereits einiges zum Rohstoff Wolle. Die Rohwolle lässt sich auf verschiedenste Arten weiterverarbeiten. Das Nassfilzen ist eine der uralten Techniken, wobei durch das Walgen der Wolle mit Wasser und Seife das Filzgewebe entsteht. Um auch ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen, wird ein Teil der Wolle im Färbebad mit pflanzlichen Farbstoffen aus dem Färbergarten gefärbt.

Empfohlene Altersstufen: Grundschule / Unter- bis Oberstufe / Erwachsene (nur Kleingruppen bis 15 Teilnehmer)
Veranstaltungsort: Freilichtlabor Lauresham (Besucherinformationszentrum)


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Auf die Drehung kommt es an

ein bunter Gürtel entsteht in der “Brettchen”-Webtechnik

“Brettchen” mit vier Löchern spielen hier die Hauptrolle. Durch jedes Loch wird ein Faden geführt. Ist die Kette aufgespannt, wird der Schussfaden durch das Fach gelegt und die Brettchen können gedreht werden. Aber, gewusst wie! Die Leute damals kannten als Profis alle Möglichkeiten, um Farben- und Formenmuster zu entwerfen. Sogar Buchstaben konnte man weben.
Als Anfänger begnügen wir uns mit einem einfarbigen Band oder wahlweise mit Längs- oder Querstreifen. Mit der “Brettchen”-Webtechnik wird das Band sehr fest und belastbar. So dass wir es, wie es damals auch gemacht wurde, als Gürtel verwenden können.

Empfohlene Altersstufen: Grundschule (ab 2. Klasse), Unter- Mittel- und Oberstufe, Erwachsene (nur Kleingruppen bis 10 Teilnehmer)
Veranstaltungsort: Freilichtlabor Lauresham (Besucherinformationszentrum)


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Hoch und runter, Faden durch

Ein buntes Band entsteht mit dem Web-“Kamm”

Im Rahmen der Führung besucht man das Webhaus und erfährt mehr zu den mittelalterlichen Webtechniken. Beim Kammweben werden die Fäden abwechselnd durch die Schlitze und Löcher des Web-“Kamms” geschert (eingefädelt). Ist das Webstück zwischen zwei Stützen straff festgebunden, kann mit einem Schussfaden gewebt werden. Der Kamm lässt sich hoch und runter bewegen. Hier ist Geschick gefragt. Man kann mit ein und denselben Fäden durch einen Kniff ein einfarbiges Band, ein Karomuster oder Längsstreifen entstehen lassen.
So wird von jedem Teilnehmer im Workshop ein bunt gemustertes Band gewebt, das man als Armband oder Lesezeichen verwenden kann.

Empfohlene Altersstufen: Grundschule (ab 2. Klasse) / Unter- bis Oberstufe / Erwachsene (nur Kleingruppen bis 10 Personen)
Veranstaltungsort: Freilichtlabor Lauresham (Besucherinformationszentrum)


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