UNESCO Welterbestätte Lorsch öffnet wieder

Ab Samstag, 22. Mai 2021, wieder Zutritt zu allen Gebäuden und zum Freilichtlabor Lauresham

Am kommenden Samstag, den 22. Mai 2021, kann das UNESCO Welterbe Kloster Lorsch wieder alle seine Gebäude und das Freilichtlabor Lauresham für Besucher*innen öffnen. Die gesunkene Inzidenzzahl macht es nun auch im Kreis Bergstraße möglich, dass die Stufe I des Öffnungsplans der Hessischen Landesregierung greift. Für das Lorscher Welterbe heißt das, dass das Museumszentrum, das Innere der Königshalle, das Schaudepot Zehntscheune sowie das Freilichtlabor Lauresham wieder zugänglich sind. Während dies in allen Liegenschaften stets von Dienstag bis Sonntag und von 10 – 17 Uhr gilt, ist die Zehntscheune – wie vor der Pandemie – ausschließlich an Sonn- und Feiertagen zu diesen Uhrzeiten geöffnet.

Führungen allerdings wird es noch nicht geben können. Für  das Freilichtlabor Lauresham – eigentlich nur im Rahmen von Führungen zu besuchen – greift damit das Konzept der „offenen Tage“, wie es normalerweise stets sonntags der Fall ist.

Das bedeutet, dass sich die Gäste frei auf dem gesamten frühmittelalterlichen Herrenhof bewegen können. In die Häuser erhält man Einblicke durch Fenster und Türen, das Betreten ist bei diesem führungsfreien Konzept jedoch nicht möglich.

Dafür aber lockt das vor allem bei Familien beliebte Freilichtlabor mit seinen alten Haustierrassen, Gärten und Äckern, Schuppen, Scheunen, Werkstätten und Wohnhäusern gleich zur Wiedereröffnung mit einem lange geplanten und lange herbeigesehnten Highlight: Erstmals wird es den Lauresham-Denar geben. Die kleine silberne Münze im Wert von 1 Euro kann ab dem 22. Mai an der Kasse des Besucherinformationszentrums erworben werden. Und bezahlt werden kann auf dem frühmittelalterlichen Herrenhof ab sofort ebenfalls damit. Am 22. , 23. und 24. Mai beispielsweise können dort mit Denaren kleine Setzlinge vom Flaschenkürbis und Öllein, von der Ringelblume oder der Kichererbse erworben werden. Außerdem sind am Wochenende  gegen Lauresham-Denare in Lauresham zu bekommen: handgeschmiedete Eisennägel, handgeschnitzte Holznägel und Knochenwürfel sowie Weidenruten zum Korbflechten.

„Wir sind mehr als froh, nun endlich auch unsere Liegenschaften wieder für die Gäste zugänglich machen zu können“, ist auch der Welterbestättenleiter Dr. Hermann Schefers erleichtert und hofft, „dass wir zeitnah weitere Schritte zurück in die Normalität werden gehen können“. Einstweilen bleibt eine Registrierung vor Ort Voraussetzung für einen Eintritt. Dazu kann – kontaktfrei – die Luca App genutzt werden, Gäste können  sich schon vor dem Besuch das entsprechende Formular von der Homepage (www.kloster-lorsch.de) herunterladen, ausdrucken und ausfüllen oder aber ihre Angaben vor Ort machen. Masken sind nur beim Betreten von Innenräumen Pflicht.

Info zum Lauresham-Denar: Das Vorbild für den Lauresham-Denar ist eine im Kloster Lorsch gefundene Münze aus dem 9. Jahrhundert, der sog. Dorestad Denar.  Der Lauresham-Denar wird mit der Hand geschlagen. Der Gegenwert beträgt 1 Euro. Ab dem Erwerb von 10 Münzen erhält der/die Käufer*in  einen in Lauresham hergestellten Leder(geld)beutel dazu. Es ist daran gedacht, jedes Jahr eine weitere Lauresham-Münze, durchaus auch aus verschiedenen Metallen, zu prägen. Dadurch erhalten die  Lauresham-Denare Sammelcharakter.

Öffnungszeiten: Museumszentrum, Königshalle, Freilichtlabor Lauresham DI – SO, 10 – 17 Uhr | Schaudepot Zehntscheune SO 10 – 17 Uhr

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