Augenöffner

Die Geheimnisse des UNESCO Welterbes Kloster Lorsch neu gesehen von Menschen unter Dreißig.

Aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums der Aufnahme des Klosters in das Welterbe lädt der Verein in Zusammenarbeit mit der Museumspädagogik nach dem 13.12.1991 Geborene ein, neue Ideen zur Vermittlung des Welterbes zu entwickeln und in Form eines Konzeptentwurf unter der folgenden Mail Adresse einzureichen:

wettbewerb@kuratorium-weltkulturdenkmal.de

Das 764 gegründete und 1556 aufgehobene Kloster Lorsch wurde vor 30 Jahren, am 13. Dezember 1991 in den Kreis der UNESCO Welterbestätten aufgenommen. Diese Medaille zeichnet Kulturerbestätten von außergewöhnlichem universellem Wert für die gesamte Weltgemeinschaft für gegenwärtige und zukünftige Generationen aus. Ein international besetztes Welterbekomitee entscheidet über die Anerkennung eines Welterbes. Aus der Anmeldung und der Anerkennung leitet sich zugleich die Verpflichtung seitens des Vertragsstaats und der Weltgemeinschaft zum Schutz und zur Vermittlung dieser außergewöhnlichen Stätten ab.

Von den einst prachtvollen Bauwerken des ehemaligen Benediktiner-Kloster Lorsch ist heute nur ein Gebäude, die architektonisch einzigartige Königs- oder Torhalle vollständig erhalten. Ein Kirchenfragment und die Umfassungsmauer gehen auf das erste Jahrtausend zurück. Das Welterbekomitee zeichnete Lorscher Denkmäler aus da sie zu den bedeutendsten Relikten vorromanischer Baukunst in Deutschland gehören.

Das Areal gibt bis heute Rätsel auf. Hier schlummern Schätze die es zu entdecken gilt. Ein Beispiel sind figürliche Brunnenfunde, die zur Zeit in einer Ausstellung in der ehemaligen Zehntscheune präsentiert werden.

Im Jahr 2015 erfolgte eine aufwendige Umgestaltung des heute erhalten Klosterareals in eine Gartenanlage die die ehemalige Ausdehnung und die Lage der Gebäude durch Bodenstrukturen erkennbar macht. Die Art der Darstellung wurde in der Zwischenzeit vielfach prämiert.

Das Kloster zeichnete sich unter anderem durch eine bedeutende Bibliothek aus, die das Wissen des Altertums konservierte, indem Mönche Schriften anlegten und kopierten. Diese Bücher sind heute über die ganze Welt verstreut. Sie wurden in der Zwischenzeit digital wieder zusammengeführt und sind als Bestandteile der Lorscher Bibliothek im Netz einsehbar.

Eines der herausragenden Bücher ist der Lorscher Codex, in dem rund 4000 Besitztümer des Klosters verzeichnet sind. Rund 1100 urkundliche Ersterwähnungen von Gemeinden von den Alpen bis zur Nordsee werden daraus abgeleitet.

Ein anderes bedeutendes Werk ist das Lorscher Arzneibuch welches als ältestes umfassendes Arzneibuch Europas seit 2013 als eigenständiges UNESCO-Weltdokumentenerbe gelistet ist.

An der Welterbestätte besteht seit Jahren eine überregional bekannte und prämierte Pädagogik, die den Gästen die Besonderheiten der Stätte auf vielfältige Weise vermittelt.

Die Ideen aus dem Wettbewerb sollen faktenbasiert vorhandenes Wissen zur Geschichte des Ortes einbeziehen und darauf aufbauen. Die Art der Vermittlung ist frei wählbar und darf unterschiedliche Medien nutzen, beispielsweise künstlerische Elemente, Fotographie, Film und Video, Erzählungen, Geschichten, Lyrik, Reportagen, Computer/-Spiele, Musik, Kunstinstallationen, anderes mehr.

Aktualisierungen zu den Themen und den Prämien und veröffentlichen wir auf der Homepage des Vereins:

https://www.kuratorium-weltkulturdenkmal.de

Die besten Ideen werden von einer Jury der Pädagogik an der Welterbestätte und des Kuratoriums mit Geld- und Sachpreisen von insgesamt ca. 3000 € prämiert und sollen ggf. umgesetzt werden.

Einreichungsschluss ist der 15. Mai 2022

Informationen zum Kloster finden sich unter den folgenden Links:

Alle Fakten zur Welterbestätte im Netz:
https://kloster-lorsch.de

zur Bibliothek:
http://www.bibliotheca-laureshamensis-digital.de

zum Lorscher Codex:
http://archivum-laureshamense-digital.de/de/codex_laureshamensis/codex.html

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