Getreidelagerung
Während sich das Freilichtlabor Lauresham schon seit mehreren Jahren mit dem Anbau von verschiedenen Getreidesorten intensiv beschäftigt und neue Erkenntnisse über verschiedene Anbauformen und Erträge gewinnen konnte, ist das Thema Getreidelagerung in der Forschung zur mittelalterlichen Landwirtschaft noch ein großes Desiderat. So gilt es zu klären, wie das geerntete Getreide über längere Zeit am besten eingelagert wurde, ob hierfür eher Lagergefäße oder Fässer zum Einsatz kamen und wie die in den Quellen als Getreidespeicher (horreum) bezeichneten Gebäude im Frühmittelalter eigentlich genau aussahen. Genau zu diesem Zweck soll im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts nun im Freilichtlabor genau so ein Getreidespeicher experimentalarchäologisch (re)konstruiert und erforscht werden.
Der Beginn der Bauarbeiten ist für das Frühjahr 2027 geplant. Nähere Informationen zum Projektfortschritt und auch ein Videotagebuch werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht.
The project currently works together with two partners: the Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße e.V. (Large Herbivore association; www.cachena.de). There are currently more than three breeding herds active with a total number of almost twenty individuals. The herds consist out of five different breeds: Chianina, Sayaguesa, Hungarian Grey, Maremmana primitive and Watussi.
For more information please visit the project-website: www.auerrind.de
Das Projekt
Bis zu seinem Aussterben im 17. Jahrhundert prägte der Auerochse wie kaum ein anderer großer Herbivore die von ihm bewohnten Ökosysteme. Durch sein Fressverhalten schuf er halboffene Landschaften, die sich durch eine besonders hohe Artenvielfalt auszeichneten. Heute sind dieseartenreichen Lebensräume in Europa so gut wie verschwunden.
Das Auerrindprojekt des Freilichtlabors Lauresham möchte versuchen, eine Rinderrasse zu züchten, die dem Auerochsen sowohl in Bezug auf das Erscheinungsbild als auch sein Verhalten und die Genetik möglichst nahe kommt. Die Orientierung an der Wildform hat das Ziel Tiere zu züchten, die für naturnahe, extensive Ganzjahresbeweidungsprojekte in Naturschutz und Landschaftsentwicklung besonders geeignet sind und zugleich einen wichtigen Baustein für die praktische Vermittlungsarbeit zum Themenkomplex Wildnis und Jagd im Frühen Mittelalter am Freilichtlabor darstellen.
Zuchtplan
Beim Auerrindprojekt handelt es sich in erster Linie um ein klassisches Zuchtprojekt. Auf Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde nach Rinderrassen gesucht, die dem Auerochsen genetisch, phänotypisch oder aufgrund ihres Verhalten noch recht nahe stehen. Zugleich ist es erklärtes Ziel des Projektes, die Anzahl der Gründerrassen möglichst gering zu halten um in einem mittelfristigen Rahmen von 10-20 Jahren ein größtmögliches Maß an Homogenität bei den Kreuzungstieren zu erreichen.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind fünf Rassen für das Zuchtprojekt im Einsatz:
Chianina
Maremmana
Sayaguesa
Watussi
Ungarisches Steppenrind
Forschung
Neben dem eigentlichen Zuchtprojekt möchte das Auerrindprojekt im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen an holozänen Auerochsenknochen den Wissensstand über den Auerochsen verdichten. Angestrebt sind außerdem Kooperationen mit Forschungseinrichtungen zur aDNA Analyse ausgewählter Knochenfunde.
Projektpartner
Für ein Gelingen des Projektes sind eine Vielzahl unterschiedlicher Partner notwendig. An der aktiven Zuchtarbeit beteiligen sich momentan:
Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße e.V. Landschaftspflegebetrieb Hohmeyer www.cachena.de
Wildpark Schwarzach www.wildpark-schwarzach.de
Info und Kontakt
Erfahren Sie mehr zu diesem faszinierenden Forschungs- und Zuchtprojekt und besuchen Sie uns online unter www.auerrind.de
Zudem finden Sie uns auch auf: Facebook Twitter @auerrind
Instagram @auerrind
Projektanschrift
Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten
Freilichtlabor Lauresham
-Auerrindprojekt-
Claus Kropp
Nibelungenstr. 32
64653 Lorsch
Tel: 06251-51446
E.Mail: c.kropp@kloster-lorsch.de
The project currently works together with two partners: the Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße e.V. (Large Herbivore association; www.cachena.de). There are currently more than three breeding herds active with a total number of almost twenty individuals. The herds consist out of five different breeds: Chianina, Sayaguesa, Hungarian Grey, Maremmana primitive and Watussi.
For more information please visit the project-website: www.auerrind.de
The project currently works together with two partners: the Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße e.V. (Large Herbivore association; www.cachena.de). There are currently more than three breeding herds active with a total number of almost twenty individuals. The herds consist out of five different breeds: Chianina, Sayaguesa, Hungarian Grey, Maremmana primitive and Watussi.
For more information please visit the project-website: www.auerrind.de